Spenden Sie für eine Mutter in Not

Gemeinsam Hoffnung schenken

Persönliches Schreiben von Mag. Dr. Elvina Gavriel MSc

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,

im Rahmen unserer therapeutischen Arbeit im CogniCenter begleiten wir seit mehreren Jahren die neunjährige Mia*, die aufgrund einer Autismus-Spektrum-Störung zweimal wöchentlich eine psychologische Behandlung in Form einer Kombinationstherapie in unserem Zentrum besucht. Zusätzlich leidet Mia unter Epilepsie, was für die gesamte Familie eine zusätzliche emotionale und organisatorische Belastung darstellt.

Mia lebt gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester sowie einem weiteren Geschwisterkind bei ihrer alleinerziehenden Mutter. Die Zwillingsschwester war an Leukämie erkrankt. Auch wenn sich ihr gesundheitlicher Zustand derzeit stabil zeigt, bleibt die Erkrankung weiterhin Teil des familiären Alltags. Regelmäßige medizinische Kontrollen, die ständige Sorge um die Gesundheit der Kinder sowie die psychische Belastung, die eine schwere Erkrankung innerhalb der Familie hinterlässt, begleiten die Mutter bis heute.

Für eine alleinstehende Mutter von drei Kindern bedeutet diese Lebenssituation eine große tägliche Herausforderung, vor allem dann, wenn zwei Kinder laufend medizinische und therapeutische Unterstützung benötigen. Arzttermine, Therapien, organisatorischer Druck, schulische Anforderungen sowie die Verantwortung, allen Kindern emotional gerecht zu werden, bestimmen einen großen Teil des familiären Alltags. Viele alltägliche Abläufe verlangen der Mutter sehr viel Kraft, Planung und Verlässlichkeit ab. Es bleibt kaum Raum für Erholung oder Entlastung.

Aufgrund der intensiven Betreuungssituation ist es der Mutter derzeit kaum möglich, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Dennoch trägt sie die Therapiekosten selbst, da aktuell keine verfügbaren Therapieplätze mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse vorhanden sind und die Wartezeiten bei privaten Intuitionen häufig mindestens ein Jahr betragen. Dadurch entsteht ein großer finanzieller Druck. Viele Möglichkeiten, die für andere Familien selbstverständlich erscheinen – gemeinsame Freizeitaktivitäten, kurze Urlaube oder kleine gemeinsame Erlebnisse – müssen immer wieder zurückgestellt werden, um die notwendigen Therapien und medizinischen Maßnahmen weiterhin ermöglichen zu können.

Die Kombinationstherapie stellt für Mia eine wichtige Unterstützung dar. Dieses Therapiekonzept ermöglicht eine ganzheitliche Förderung mehrerer Entwicklungsbereiche gleichzeitig. Im therapeutischen Setting werden kognitive Fähigkeiten, sprachliche Kompetenzen, motorische Fertigkeiten sowie soziale Fähigkeiten gezielt aufgebaut und begleitet. Gerade für Kinder mit Autismus ist das Lernen in einer strukturierten Kleingruppe mit gleichaltrigen Kindern von großer Bedeutung, da dadurch soziale Sicherheit, Kommunikationsfähigkeiten und Selbstständigkeit schrittweise gestärkt werden können. Seit Beginn der Therapie zeigen sich bei Mia schöne Fortschritte in mehreren Entwicklungsbereichen.

Zusätzlich stellt die Epilepsie eine weitere Belastung dar. Epileptische Anfälle sowie die notwendige medikamentöse Behandlung wirken sich bei Mia auf Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnisleistungen, sprachliche Verarbeitung sowie die allgemeine Belastbarkeit aus. Dadurch benötigt Mia mehr Wiederholungen, klare Strukturen und eine engere Begleitung im Alltag sowie in ihrer weiteren Entwicklung.

Gerade rund um den Muttertag möchten wir auf Mütter aufmerksam machen, die täglich mit großer Verantwortung, unermüdlichem Einsatz und viel Liebe für ihre Kinder da sind.
Besonders berührend ist, mit welcher Stärke, Fürsorge und Ausdauer Mias Mutter – trotz fehlender Unterstützung im Alltag – ihre Kinder Tag für Tag begleitet. Trotz emotionaler, organisatorischer und finanzieller Herausforderungen setzt sie täglich alles daran, ihren Kindern Stabilität, Förderung und Sicherheit zu ermöglichen.

Eine Unterstützung bei den Therapiekosten würde der Familie nicht nur finanziell helfen, sondern auch etwas Entlastung in einen Alltag bringen, der seit Jahren von Sorgen, Verantwortung und vielen Herausforderungen begleitet wird. Gleichzeitig würde dadurch sichergestellt werden, dass Mia die für sie wichtige Therapie weiterhin regelmäßig besuchen kann.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich bedanken, die Familien in schwierigen Lebenssituationen Aufmerksamkeit und Verständnis entgegenbringen und mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, in herausfordernden Zeiten etwas Entlastung, Sicherheit und Hoffnung im Alltag zu schaffen.

Mag. Dr. Elvina Gavriel MSc
Team CogniCenter

*Name anonymisiert

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