
Unser
Gesundheitsangebot
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Überzeugung, dass jedes Kind das Recht auf Gesundheit, Bildung und Teilhabe hat – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder familiären Ressourcen. Denn Gesundheit ist keine Folge von Bildung, sondern ihre Voraussetzung.
Gesundheitliche Ungleichheit beginnt früh und verstärkt sich im Laufe des Lebens. Kinder aus armutsgefährdeten Familien haben häufig schlechteren Zugang zu medizinischer Vorsorge, sind höheren psychischen Belastungen ausgesetzt, verfügen über weniger Bewegungs- und Bildungsangebote und haben geringere Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe.1 2
Als Antwort darauf hat CAPE 10 das ganzheitliche Wirkungsmodell „Das gesunde Kind“ entwickelt. Gesundheit wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Erst wenn ein Kind in allen Bereichen „gesund“ ist, kann es sein Potenzial entfalten.
In diesen Dimensionen entfalten unsere Programme ihre Wirkung:
- Körperliche Gesundheit – „Ein gesunder Körper ist die Basis für alles Weitere.“
- Mentale Gesundheit – „Stark im Kopf – stark fürs Leben.“
- Digitale Gesundheit – „Digital stark, statt digital ausgeliefert.“
- Soziale Gesundheit – „Wer sich verbunden fühlt, kann wachsen.“
- Kulturelle Gesundheit – „Kultur stärkt Kreativität und Lebensfreude.“
Um eine ganzheitliche Wirkung zu erzielen, bieten wir:
- niederschwellige Gesundheitsversorgung durch unser Kinder-PVE, unser Erwachsenen-PVE sowie unseren HNO-Arzt auf Kasse direkt im CAPE 10
- Zugang zu Bildungs- und Teilhabeangeboten durch unsere CAPE 10 Kinderförderprojekte
- Kostenübernahme für dringend benötige Therapien durch unseren CAPE 10 Kindertherapiefonds
CAPE 10 Kindertherapiefonds
Warum gibt es den CAPE 10 Kindertherapiefonds?
Die Lebenserwartung armutsbetroffener Kinder verkürzt sich um bis zu 10 Jahre.3 Trotz (fast) flächendeckender Krankenversicherung sind armutsbetroffene Personen in Österreich nach wie vor von vielen Gesundheitsleistungen ausgeschlossen.
Für den Zugang zu notwendigen Therapien fehlen kassenfinanzierte Therapieplätze und Heilbehelfe – private Therapien sind für Betroffene nicht finanzierbar. Die Wartezeit auf einen Platz beträgt oft mehrere Monate bis 1 Jahr und das in einer Phase, in der Maßnahmen unerlässlich für die möglichst gute Entwicklung von Kindern sind.4
Gerade sozioökonomisch benachteiligte Familien können sich keine Privattherapie leisten. Hier greift der Kindertherapiefonds.
Wann unterstützt der CAPE 10 Kindertherapiefonds?
CAPE 10 unterstützt sozioökonomisch benachteiligte Familien, wenn eine Therapie dringend notwendig ist, aber kein Kassenplatz verfügbar und die Therapie als Privatleistung selbst bezahlt werden muss. Die Therapie muss von einer Ärztin oder einem Arzt verordnet sein.
Wie funktioniert der Kindertherapiefonds konkret?
Die Anträge müssen von Therapeut:innen, Sozialarbeiter:innen oder Instituten gestellt werden und müssen den Arztbrief mit der Diagnose, den Kostenvoranschlag für die konkrete Therapie sowie u.a. Einkommensnachweise und eine Haushaltsrechnung beinhalten.
Nach sorgfältiger Prüfung der Unterlagen werden die dringendsten Fälle identifiziert. Anschließend findet eine finale ärztliche Freigabe durch Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn statt. Sobald die Genehmigung des Antrags erfolgt ist, wird die Fördersumme – in der Regel mindestens 10 Therapieeinheiten – direkt an den zuständigen Therapeuten bzw. die zuständige Therapeutin überwiesen.
Welche Therapien werden finanziert?
- Psychotherapie und psychologische Behandlungen
- Logopädie (Sprach-Therapie)
- Ergotherapie
Der CAPE 10 Kindertherapiefonds ermöglicht Kindern von 0 bis 14 Jahren den Zugang zu dringend benötigten Therapien. Schnell, unbürokratisch und wirkungsvoll.
Mentale Gesundheit
CAPE 10 hat sich – mit Unterstützung von Licht ins Dunkel – für das Jahr 2025 zum Ziel gesetzt, 800 dringend benötigte Psychotherapie-Einheiten für betroffene Kinder und Jugendliche in Österreich zu finanzieren. Diese Kinder und Jugendlichen erhalten eine wertvolle Therapie, Schulung und Betreuung, die ihr Leben nachhaltig verbessert und ihnen eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes und gesundes Leben gibt.

- Richter, M. & Hurrelmann, K. (2007): Warum die gesellschaftlichen Verhältnisse krank machen. Aus Politik und Zeitgeschichte: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/30176/warum-die-gesellschaftlichen-verhaeltnisse-krank-machen/. ↩︎
- AOK Gesundheitsmagazin (2025): Wie Armut und finanzielle Sorgen die Psyche belasten. https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/armut-risikofaktor-fuer-die-psychische-gesundheit/. ↩︎
- Armutskonferenz (2019) ↩︎
- Brunner, A. (2024): Psychotherapie: Kosten, Zuschuss und Kapazitäten. Medi-Karriere: https://www.medi-karriere.at/magazin/psychotherapie/. ↩︎
